Golfclub

Golfplatzbau wird vorbereitet

Zeitungsberichte von 2010:

Bürgermeisterin Mahlitz: Der Golfplatz auf Borkum kommt!

Baurecht kann weitgehend umgesetzt werden – 72 Hektar große Fläche zwischen Upholm und Außenweide

" Borkum/Leer/Hannover/sp – „Die Entstehung des Golfplatzes auf Borkum ist für die weitere touristische Entwicklung der Insel unabdingbar.“ Diese Kernaussage vertrat Bürgermeisterin Kristin Mahlitz (SPD) gestern in einem Pressegespräch, an dem auch der Präsident des Golfclubs Borkum, Eberhard W. Weiss sowie die beiden Geschäftsführer der Golfplatz Bau GmbH, Dr. Norbert Pöschke und Theodor Robbers, teilnahmen. Das Bestreben aller an diesem Projekt Beteiligten ist nun, eine „gemeinsame Lösung zu erarbeiten“, die von den derzeitigen Pächtern der Flächen akzeptiert werden könne.

Zu Beginn des Gespräches erinnerte Bürgermeisterin Mahlitz noch einmal daran, dass der Rat der Insel bereits am 9 April vergangenen Jahres „einstimmig“ für die vorgesehenen Flächen zwischen dem Upholm-Hof und der Binnenweide (auf Borkum ist das Gebiet rechts der Ostfriesenstraße eigentlich eher als Außenweide bekannt und wird bei den Planungen allerdings immer als Binnenweide bezeichnet) votiert hatte. Gleichzeitig mit dem Ratsbeschluss wurde die Änderung des Flächennutzungsplanes eingeleitet; parallel dazu wurde ein Bebauungsplan aufgestellt. Dies war nach Ansicht der Bürgermeisterin erforderlich, um der Golfplatz Bau GmbH eine „starke Rückendeckung“ für ihre Aktivitäten zu schaffen. Diese sehen nach Auskunft von Eberhard W. Weiss so aus, dass der Golfclub auf dem bezeichneten 72 Hektar großen Gelände letztlich einen 18-Loch-Platz errichten will, der um eine „Driving-Range“ und vier Bahnen für den Breiten- und Schulsport erweitert werden soll. Hintergrund des gestrigen Pressegespräches waren die stetigen Bemühungen von Landrat Bernhard Bramlage, der zuletzt Mitte Dezember zusammen mit der Stadt Borkum, der Unteren Naturschutzbehörde und dem Umweltministerium einen Ortstermin anberaumt hatte. Es ging im Wesentlichen darum, zu sehen, ob es überhaupt möglich sei, das geplante Vorhaben hier zu verwirklichen. Während dieses Ortstermins überraschte Bramlage die Anwesenden mit der Information, dass „aus genehmigungsrechtlicher Sicht die Golfplatzentwicklung in Richtung zu erlangendes Baurecht weitgehend umgesetzt“ werden könne. Der Landrat beruft sich hierbei auf eine Aussage aus dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz. So habe der zuständige Staatssekretär Dr. Birkner hierzu seine „positive Begleitung und Unterstützung für die Entstehung eines Golfplatzes auf Borkum fest zugesagt“.

 

Im nächsten Schritt hat die Stadt Borkum und die Golfplatz Bau GmbH zusammen mit dem Landkreis im Ministerium in Hannover ein Gespräch zum weiteren Vorgehen im April 2010 geführt. Inhalt war die Frage des angedachten Flächentausches und die Modalitäten des Zusammenwirkens zwischen Naturschutz und Golfplatzpflege.

Bei Förderung der Ökologie könne in der Binnenweide im bestehenden Nationalparkgebiet ein Golfplatz entstehen. Gemeinsam erklärten Mahlitz, Robbers und Pöschke, dass der naturschutzfachliche Teil für das Entstehen des Golfplatzes auf dem Gelände Upholm und Binnenweide sowie zum Flächentausch aus dem Gesamtantrag heraus vorab behandelt würde. Pöschke: „Somit wird die Frage der grundsätzlichen Nutzung als Golfplatzareal bei der Durchführung des gesamten Verfahrens bereits mit den entsprechenden Stellen (zum Beispiel auch mit der Nationalparkverwaltung) geklärt sein.“ Den nachfolgenden Planungsschritt erläuterte Theodor Robbers wie folgt: „Es ist eine Kartierung der Flächen zum Golfplatzgelände erforderlich. Daneben muss für den Flächentausch ein Wertigkeitsvergleich zur Verfügung gestellt werden. Im Einzelnen bedeutet dies, dass Kenntnisse des Arteninventars (faunistische Kartierungen) zwingend erforderlich sind. Entsprechend ist hier eine Erfassung von Brutvögeln und (aufgrund der besonderen Bedeutung für Rastvögel) eine Kartierung von Rast- und Gastvögeln angezeigt. Um eine fachliche Bewertung vornehmen zu können, kann es erforderlich werden, die Kartierungen nicht nur auf die angestrebten Flächen zu beschränken, sondern das nähere Umfeld mit ein zu beziehen.“ Auf die Frage, wie hoch sich die Kosten für einen naturnahen Golfplatz belaufen, wird von einer Gesamtinvestition von bis zu zweieinhalb Millionen Euro ausgegangen."

 

Bürgermeisterin Kristin Mahlitz bestätigte, dass Staatssekretär Dr. Stefan Birkner vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz nach einem Gespräch mit Landrat Bramlage die Unterstützung des Landes beim Bau des Golfplatzes auf Borkum fest zugesagt habe.

 

Zwischenzeitlich fanden weitere Gespräche mit der Naturschutzbehörde, der Nationalparkverwaltung und Europaabgeordneten statt.

Juristische und Naturschutzgutachten sind aktuell beauftragt.

Ergebnisse werden mit allen Beteiligten diskutiert, hierbei werden alle berechtigten Interessen berücksichtigt.

 

11.05.2011: Auf Antrag der Grünen sollte im Rat der Stadt erneut über den Golfplatzbau beraten werden, wobei sie eine Revidierung des einstimmigen Beschlusses von 2009 forderten, dann aber wurde eine erneute Beratung im Juni mit Befragung der Golfplatzbau-GmbH zum Sachstand beschlossen. Dies wird in der "Borkumer Zeitung" ausführlich berichtet.

 

Der Golfclub Borum e.V. und die Golfplatzbau GmbH nehmen Stellung:

Antwort auf den Artikel von Wilke Specht in der BZ am 13.05.2011

Der Inhalt des Artikels über den Golfplatz wundert sicher nicht, entspricht er doch der bisherigen „veröffentlichten Meinung“; inhaltlich ist - wie bei den vorherigen Leserbriefen und Artikeln- wenig Sachdienliches enthalten.

Die Behauptung durch den Autor es bestünde ein undurchsichtiges Vorgehen der Golfplatzbau GmbH, das dem Bürger angeblich reiche und jetzt vom Stadtrat aufgenommen worden sei, ist schlichtweg eine Verkehrung der Tatsachen. Auch die beklagte fehlende Bürgernähe ist bei den vielfältigen jederzeit vorhandenen Gesprächsangeboten und Informationsmöglichkeiten nicht erkennbar.

Es muss allen Bürgern, die eine touristische Attraktivitätserhöhung begrüßen, nun daran gelegen sein, dass ein weiteres Sportangebot auf Borkum nicht der Wahlkampftaktik der Kommunalpolitik geopfert wird. Die übrigen Inseln der südlichen Nordsee haben (insoweit sie die Möglichkeit hatten) ihre Chance für einen Golfplatz nicht vertan!

Fakt ist, dass der Golfclub Borkum seit über 20 Jahren zur Verbesserung der touristischen Situation der Insel Borkum beizutragen sucht, was auch im Hinblick auf den Gästerückgang - gegen den Regionaltrend - dringend geboten ist.

Nachdem über lange Zeit der Rat der Stadt einer solchen Entwicklung im Ostland, wo es vor Verabschiedung des Nationalparkgesetzes noch möglich gewesen wäre, oder am Flugplatz, wo zunächst eine Entwicklungsfläche ausgewiesen worden war, ablehnend gegenüberstand, kam es im April 2007 zu einem Ratsbeschluss der eine Prüfung einer Bauvoranfrage zuließ.

Vom Landrat als Dienstherrn der Genehmigungsbehörde wurde darauf hingewiesen, dass dieser Ratsbeschluss keine ausreichende Rechtsgrundlage darstelle und gefordert eine Machbarkeitsstudie durchführen zu lassen. Diese wurde von einem namhaften Ingenieurbüro im März 2009 vorgelegt.

Daraufhin wurde der Rat ausführlichst informiert, dass die in Frage kommenden Gebiete der Insel sämtlich geprüft wurden und überall Hemmnisse zu erwarten seien. Die geringsten Probleme, auch im Hinblick auf die lebenswichtige Wasserwirtschaft der Insel, schienen den Gutachtern im Bereich Upholm und dem nördlichen Teil der Binnenweide vorzuliegen, wobei die ausdrückliche Feststellung des Allgemeinwohlinteresses in jedem Fall notwendig ist, um Ausnahmeregelungen zu begründen. So wurde dem Rat vorgetragen und daraufhin im April 2009 einstimmig beschlossen, die Bauleitplanung zur Errichtung eines Golfplatzes einzuleiten.

Über die Möglichkeit der Errichtung teilweise im Nationalparkbereich wurde ein Gesprächstermin mit der Stadt, dem Landkreis und Vertretern des Golfclubs im Umweltministerium erbeten, der im April 2010 stattfand. Dort erhielten der Landkreis und die Nationalparkverwaltung den Auftrag, die Kriterien zu erarbeiten.

Die Sitzung fand Ende Juni statt, es gab jedoch in der Folge Unstimmigkeiten bezüglich des Protokolls, das mit dem Ministerium abgestimmt werden sollte.

Im November 2010 wurde dann ein Gesprächstermin mit den beteiligten Genehmigungsbehörden und dem begutachtenden Ingenieurbüro vereinbart, wo das weitere Procedere festgelegt wurde. Dort wurde die zusätzliche Einholung eines juristischen Gutachtens gefordert. Der juristische Gutachter bestätigte die erforderlichen Schritte.

Alle Schritte wurden mit der Stadtverwaltung abgestimmt, die Fraktionen informiert. Die Naturbeobachtungen laufen über ein Jahr, Ergebnisse sind somit vor Ende 2011 nicht zu erwarten.

All dies ist immer wieder bekannt gemacht worden, von Intransparenz kann somit keine Rede sein. Die dokumentierte Arbeit der Golfplatz Bau GmbH belegt, dass sie zu jeder Zeit transparent war. Für die Einrichtung einer Sportanlage ist „Arbeiten im stillen Kämmerlein“ auch weder zielführend noch erforderlich.

Die Verzögerungen sind nicht der Golfplatzbau GmbH, sondern den Abstimmungsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Behörden und politischen Gremien geschuldet.

Die immer wieder erhobene Forderung nach Gesprächen mit den aktuellen Pächtern ist Sache der Liegenschaftsverwaltung als Verpächter. Ein erstes Gespräch fand zwischenzeitlich statt, weitere Gespräche wurden vereinbart, nach Kenntnis der in Frage kommenden Fläche .

Die Golfplatzbau GmbH sieht sich weiterhin in der Pflicht im Sinne des Allgemeinwohls den Auftrag des Rates, der Mitglieder des Golfclubs und der Geldgeber zu erfüllen, es sei denn, es zeigt sich die Unmöglichkeit des Vorhabens.

Unklar ist, was die Rats- frauen und –herren zu den Schuldzuweisungen an die Golfplatzbau GmbH veranlasst, wo doch sämtliche Schritte mit der Stadt abgestimmt wurden. Ebenso ist nicht erkennbar, welcher neue Sachstand offengelegt werden soll, zumal – wie auch im Artikel richtig zitiert – eine ausführliche Information der Bürgermeisterin vor der Sitzung erfolgt ist.

Es ist Sache des Rates transparent zu machen, was bei Fehlen neuer sachlicher Erkenntnisse den Meinungsumschwung herbeigeführt hat, wenn man den nahenden Wahltermin als Grund hierfür ausschließen soll.

 

Mitgliederversammlung vom 03. Juni: die Versammlung nimmt die Berichte vom Vorstand und der Golfplatzbau GmbH entgegen und billigt die geleistete Arbeit. Der Vorstand wird umgebildet, die Arbeit wird fortgesetzt