Golfclub

Golfplatz Borkum Entwicklung und Sachstand

Beschlußfassung im Rat der Stadt Borkum zur Prüfung der Möglichkeiten eines Golfplatzbaus am 04.04.2007

Bürgermeisterin: Golfplatz verbessert touristisches Angebot

Chance nicht verspielen - Rat setzt zukunftsweisenden Schritt für Tourismusstandort

"Mehrheitlich sind wir im Rat davon überzeugt, dass dies gelingen wird, zumal ein gut geplanter Golfplatz nicht nur mit den Belangen des Naturschutzes vereinbar ist, sondern sogar zu einer echten Bereicherung unserer inseltypischen Landschaftsform beitragen kann", so Bürgermeisterin Mahlitz "Heute dürfen eingezäunte Weideflächen von privat nicht betreten werden. Ist dort ein Golfplatz angesiedelt sind durchaus allgemeine Betretensformen im Rahmen eines ausgewogenen Reglements möglich. Wie Bürgermeisterin Mahlitz abschließend ausführt, wurde ihr ein Bürgerbegehren gegen den Golfplatz angezeigt. Den Anzeigenden wird mitgeteilt werden, dass das Bürgerbegehren nach Auffassung der Verwaltung auf Grund von § 22 b Absatz 3 Satz 2 Nr. 6 NGO unzulässig ist. Sie appelliert an alle Bürger sich für Projekte einzusetzen, die Borkum nach vorne bringen. Dazu gehört auch ein Golfplatz.

Es stand in der Borkumer Zeitung am 23.8.2007

Umweltminister sagt Unterstützung zu. In Zusammenarbeit mit dem Baudezernat des Landkreises werden alle denkbaren Standorte weiter geprüft. Von allen Politikern wurde die Notwendigkeit der Errichtung eines Golfplatzes zur Standortsicherung betont,

Februar 2009 die vom Landrat geforderte Plausibilitätsstudie liegt vor: ein Golfplatzbau auf Borkum ist grundsätzlich an ausgewählten Standorten möglich.

In Abstimmung mit dem Rat der Stadt Borkum wird aufgrund der Studienergebnisse nunmehr die Planung auf Teilgebieten von Upholm, Frazosenschanze und Binnenweide favorisiert. Entsprechende Gespräche mit den zu beteiligenden Verwaltungen und den zuständigen Politikern auf allen Ebenen sollen zügig aufgenommen werden. Erst nach deren Abschluss und Vorliegen der bauplanerischen Vorgaben können Verhandlungen mit den Grundstückseignern bzw. -pächtern aufgenommen werden. Wir sind zuversichtlich dann zu einvernehmlichen Lösingen zu kommen, zumal die Stadtverwaltung hierfür Unterstützung zugesagt hat.

 

Es stand in der Borkumer Zeitung am 10. April 2009:

Rat: Einstimmige Entscheidung für Golfplatz

Touristische Weiterentwicklung gefordert

Borkum/sp - Kurz, präzise und genau auf den Punkt hat Bürgermeisterin Kristin Mahlitz (SPD) die Bauvoranfrage (Kommentar: kann erst bei entsprechendem B-Plan erfolgen) des hiesigen Golfclubs in der jüngsten Ratssitzung kommentiert. Das zunächst anvisierte Areal für einen Golfplatz auf und neben dem Flugplatz ist zwischenzeitlich durch den hiesigen Club in einem Umweltverträglichkeitsgutachten untersucht worden. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass die Flächen aus naturschutzfachlicher Sicht „kaum bis gar nicht“ in Betracht kommen würden. Die Untersuchungen haben weiter ergeben, dass am ehesten Flächen im Bereich Upholm und östlich der Ostfriesenstraße (Binnenweide – im Volksmund Außenweide) geeignet wären. Zur Realisierung und der damit verbundenen touristischen Weiterentwicklung hat sich herausgestellt, dass eine Bauleitplanung und die Aufstellung eines Bebauungsplanes durchzuführen sind. Vorgesehen ist eine Golfplatzfläche von insgesamt rund 70 Hektar, die anteilig aus den oben genannten Bereichen besteht. Der Golfplatz selbst soll dann über einen 18-Loch-Spielbetrieb verfügen sowie über weitere vier Bahnen, die ohne Platzspielreife benutzt werden könnten. Ferner soll auf dem Platz eine Driving Range errichtet werden. In einem Punkt waren sich in der anschließenden Diskussion alle einig: der Stadt Borkum dürfen keine Kosten entstehen.

Die abschließende Abstimmung erfolgte einstimmig.

Zunächst zu erfüllende Aufgaben nach dem einstimmigen Ratsbeschluss vom 09.04.2009:

Flächennutzungs- und Bebauungsplanänderung:

entsprechend Umweltverträglichkeitsstudie

Floristische und faunistische Kartierungen

Studie zur FFH-Verträglichkeit

Artenschutzbericht (besonders streng geschützte Arten)

nach Abschluss der Bauleitplanung

Eingriffs- und Ausgleichsermittlung auf Basis des Bebauungsplanes

Kompensationsflächenkonzept

Erstellung eines speziellen, auf die Biotopstruktur angepassten Routenplanes/Vorplanung für die 18-Loch-Golfanlage und die Trainingsanlagen

Die Golfplatzbaugesellschaft zur Beauftragung und Finanzierung der Planung wurde aktiv, bei gutem Verlauf ist eine Aufnahme des Spielbetriebs in 2-3-Jahren möglich. 

Mai 2011 aufgrund des inzwischen in Gang gekommenen Wahlkampfes beantragt die Fraktion der Grünen den Ratsbeschluss von 2009 zu revidieren. Dies ist bei Fehlen neuer Erkenntnisse ein bemerkenswerter Vorgang innerhalb einer Wahlperiode. Auf der Ratssitzung wird der Antrag zurückgezogen und eine Sitzung zur Neuinformation durch die Golfplatzbau GmbH beantragt, obwohl eindeutig erklärt worden war, dass keine neuen Erkenntnisse vorliegen und solche auch erst nach Ende der Vegetationsperiode im Winter vorliegen können. Statt neuer Erkenntnisse werden von der Gegnerseite altbekannte Scheinargumente wieder hervorgeholt.

am 6. Juli erfolgte die vom Rat gewünschte Sachstandsinformation durch den Golfplatzbau GmbH Geschäftsführer T. Robbers, der auch anregte einen Arbeitskreis zu bilden um eine kontinuierliche Kommunikation zu gewährleisten.

Im Dezember 2011 ist die Kartierung des Geländes abgeschlossen. Auf dieser Grundlage könnte nun das Gutachten angefertigt werden. Die Erstellung wird wegen der Unklarheit der Haltung des neuen Rates aus wirtschaftlichen Gründen zunächst zurückgestellt.